Ich verändere mich positiv, wenn ich auf Bewertungen im Alltag verzichte.

Im folgenden beschreibe ich 2 Vormittage in meinem Leben, die so oder so ähnlich immer wieder ablaufen.

1.) Bewertendes Erleben der Welt:

Ich spaziere wie jeden Morgen 2 Kilometer bis zu meinem Büro. Mir kommen mehrere Menschen entgegen. Ich grüße freundlich. Manche Menschen grüßen gar nicht zurück. Wie jämmerlich denke ich mir. Da schenke ich Ihnen einen Gruß und ein Lächeln und sie reagieren gar nicht. Abgefuckt. Ich beginne zu arbeiten. Ein Kunde gibt mir eine weniger positive Rückmeldung wie erhofft. Dabei habe ich mich richtig angestrengt und finde das Ergebnis klasse…gut dass er ja ohnehin nicht so viel Ahnung hat. Ein Kunde gibt eine positivere Rückmeldung als erhofft. Oh wie schön! Ich bin eindeutig der Größte.

2.) Offenes Erleben der Welt, die auf Bewertungen verzichtet:

Ich spaziere wie jeden Morgen 2 Kilometer bis zu meinem Büro. Mir kommen mehrere Menschen entgegen. Ich grüße freundlich. Manche grüßen gar nicht und die, die grüßen haben häufig ein versteinertes Gesicht. Interessant. Wenige Menschen lächeln. Menschen grüßen nicht, obwohl sie gegrüßt werden.
Ich beginne zu arbeiten. Ein Kunde gibt mir eine nicht so positive Rückmeldung wie erhofft. Interessant. Mein Kunde nimmt meine Arbeit anders wahr als ich. Da gibt es etwas für mich zu lernen.
Ein andere Kunde gibt mir zu meiner Arbeit eine positivere Rückmeldung als erwartet. Interessant. Worin liegt der besondere Wert für meinen Kunden?

Der Unterschied ist gewaltig.

Wenn ich offen und bewertungsfrei die Welt um mich herum wahrnehme (das gelingt mir manchmal), dann LERNE ich. Ich stelle mich nicht über andere Menschen. Ich bin emphatischer. Und ich bin freier und kann leichter mit dem umgehen, was mir begegnet.

Wenn ich die Welt um mich herum bewerte (was ich sehr häufig mache), dann lerne ich wenig, schließlich weiß ich ja schon, warum etwas so und nicht anders ist (warum zum Beispiel Menschen nicht zurück grüßen). Ich stelle mich über andere Menschen. Das Ego gewinnt, die Emphatie verliert. Emotional leide ich unter der Geschichte, die ich mir selbst erzähle.

Ich finde es nützlich und wichtig, mir diesen Unterschied klar zu machen.

Denn ich begegne täglich und stündlich Menschen und Situationen.

TÄGLICH UND STÜNDLICH!!!

Wenn ich auf Bewertung mehr und mehr verzichte, werde ich ein Mensch:

  • der mehr lernt.
  • der emphatischer ist
  • der freier ist
  • der mehr auf Augenhöhe mit Menschen und Situationen ist

Im Endeffekt bin ich dann smarter.

 

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