Engpassexperte und Webdesigner

Engpassexperte und Webdesigner

Der größte Engpass, der uns an paradiesischen Zuständen hindert.

Neulich war ich in der Schweiz auf einem Erfolgs-Kongress für Selbständige:

Im Publikum saßen jede Menge Selbständige im Anfangsstadium, die sich durch die Vorträge den großen Durchbruch erhofften. Und auf der Bühne predigten die Business-Gurus.

Den größten Nutzen der Veranstaltung hatten meiner Wahrnehmung und Einschätzung nach die Redner, die fast alle ihre großen Coaching-Programme anpriesen und verkauften. Jede Verkaufs-Botschaft saß brilliant, die Teilnehmer liefen haufenweise an die Tische und gaben ihr nicht vorhandenes Geld aus.

Mein Gefühl war, dass das Publikum finanziell verliert.

Auf der Bühne war ständig ein Gefühl bzw. Glaubenssatz präsent:
„Ich bin und habe nicht genug. Ich will mehr.“

Mich hat das total getroffen und verwirrt, denn auf der Bühne standen doch erfolgreiche Menschen. Aber ganz offensichtlich hatten diese Menschen nicht genug. Auf meinem Stuhl türmten sich Werbe-Materialien, Stunde um Stunde mehr.

Wie geht es einem Selbständigen, der gerade erst mit seinem Business anfängt, mit kiloweise Flyern und „Ich bin nicht genug!“ Glaubenssätzen konfrontiert wird? Ich selbst habe ein gut funktionierendes Business und mir ging es ganz furchtbar, obwohl ich gar keine großen Erwartungen an die Konferenz hatte. Ich wollte einfach mal ein paar interessante Persönlichkeiten live sehen und treffen.

So gut wie alle Business-Gurus waren AUTHENTISCH, sympathisch und originell. Und sie wollten uns Zuschauern wirklich etwas geben. Aber was sie meiner Wahrnehmung nach noch mehr wollten als geben war: EMPFANGEN und GELIEBT WERDEN.

Wie kommuniziert und agiert ein Mensch, der genug hat? Der kein Geld und keine Aufmerksamkeit braucht?
Sicher nicht so wie die Menschen auf der Bühne, die ich gesehen habe.

Und welche Wirkung hätte es auf uns Zuschauer gehabt, wenn einer der Menschen auf der Bühne genug hätte, nicht offensiv verkauft hätte? Für mich wäre es eine Gnade gewesen. Ich hätte mich wohlgefühlt. Ich hätte Energie getankt. Ich hätte das Gefühl gehabt, genug zu sein.
Stattdessen war ich wie gesagt nach 2 Tagen völlig erledigt, die Batterie war leer. Am Montag konnte ich kaum arbeiten.

„Ich habe und bin nicht genug“ – Diese Glaubenssatz, den anscheinend so viele mit sich rumtragen:

Vielleicht ist das DER Engpass, der uns von paradiesischen Zuständen trennt. Der uns daran hindert, unser wahres Selbst zu leben, unser Ding zu machen, unsere Ideen zu verwirklichen. Der zu hemmungslosen Exzessen führt. Der den Planeten zerstört, Tiere quält und Kriege auslöst.

Und was wenn wir es schaffen, diese Gier und dieses Nicht-gut-genug-Gefühl zu erlösen? Wie sieht dann die Welt aus?

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