Wir sterben nicht nur einmal.

Wir sterben nicht nur einmal. Sondern immer wieder.

Deshalb macht es womöglich auch nicht so viel Sinn, den letztendlichen TOD als Groß-Ereignis zu betrachten.
Sondern eher als abschließendes Ereignis in einer Reihe ähnlicher Ereignisse.

Immer wieder sterben wir kleine Tode.

In wichtigen Situationen entscheiden wir uns gegen das Leben.
Geben uns Dämonen hin.
Ein Teil in uns stirbt.
Das Kind mit den großen Träumen zum Beispiel.
Oder der Teil, der glaubt, dass die Welt ein Paradies sein kann.
Oder der Teil, der begreift, dass die Welt etwas Großes ist und ein einziges Wunder.
Oder der Teil, der spürt, dass es da draußen mehr gibt als das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen.

Der Körper zieht nach und verfällt.
Ebenfalls nicht von heute auf morgen.

Wir sterben langsam.
Schritt für Schritt.

Vielleicht können wir länger leben, wenn wir uns mehr auf die kleinen Tode konzentrieren und diese zu minimieren suchen.

Das angstbesetzte Groß-Ereignis TOD wird dann auf die Schultern der kleinen Tode verteilt. Oder der kleinen Siege für das Leben.

Die kleinen Tode haben wir weitestgehend selber in der Hand.

Wir sind es, die entscheiden, ob und wann wir Schritte ins Leben gehen oder Schritte in den Tod.

 

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